Ein ganzes Universum

Es ist dunkel. Aber nicht ganz, denn dort funkeln ein paar Sterne. Es gibt keine Menschen, keine Gegenstände, nichts. Leere und doch vollkommene Fülle. Ein goldener Streif fließt wie Magie durch das Dunkel und hinterlässt einen goldenen Schauer. Es ist ruhig, noch viel ruhiger als an einsamen Plätzen, noch viel ruhiger als vor einem Sturm. Solche Ruhe habe ich noch nie erlebt. Die Ruhe ist nicht so angespannt oder unheimlich, wie ich sie kenne, sondern ganz friedlich. Und es werden immer mehr Sterne. Alles glitzert. Das Dunkel ist ruhig und friedlich und die Sterne darin voller Magie und Liebe. Meine Augen strahlen mit ihnen um die Wette, meine Ohren sind froh um eine Pause und mein Herz ist ganz leicht. So stelle ich mir das Universum vor. Das Universum in mir. Kannst du es sehen?

Was ein spiritueller bullshit?!

Ein Universum in mir? Vielleicht denkst du jetzt, was für ein spiritueller Bullshit das sein soll. Dann gehörst du vermutlich zur Mehrheit. Aber lass mich dir trotzdem erklären, worum es mir geht. In meiner Umgebung leben die meisten Menschen aus ihrem Verstand heraus. Das bedeutet, sie benutzen ihren Verstand, um Entscheidungen zu treffen, und haben eine rationale, logische Herangehensweise. Die meisten sind sich dessen vermutlich nicht einmal bewusst – sie handeln automatisch so, ganz einfach, weil unsere Gesellschaft so gestrickt ist. Es geht darum, höher, schneller, weiter zu kommen und das mithilfe unseres klugen Verstandes. Träumereien und Fantasie haben da eher keinen Platz – zumindest nicht, wenn man, so wie alle, auf der Karriereleiter nach oben klettern, gutes Geld verdienen und erfolgreich sein möchte. Aber auch nicht, wenn man etwa ein geplantes Leben im eigenen Haus in der Vorstadt, einen bestimmten Körper oder eine perfekt strukturierte Morgenroutine möchte, so wie alle eben.

In dieser Gesellschaft befinde auch ich mich. Auch ich bin so geprägt und richte mich mehr oder weniger bewusst danach. Auch ich versuche, eine Morgenroutine zu etablieren und in meinem Job weiterzukommen. Auch ich entscheide mit meinem Verstand. Auch ich denke, dass ich bloß mit dieser Herangehensweise akzeptiert werde. Doch umso mehr ich darüber erfahre, dass es andere Möglichkeiten gibt, mein Leben und Handeln zu gestalten, desto schwerer fällt es mir, in diesen Mustern zu bleiben. Allerdings fällt es mir genauso schwer, daraus auszubrechen. Weil ich Liebe und Akzeptanz damit verbinde.

Was ich möchte, Wenn ich grenzen sprenge

Ich stelle nach wie vor das, was andere über mich denken, darüber, was ich eigentlich für mich möchte. Ich möchte nicht nur, dass andere akzeptieren, was ich mache, sondern es auch gut finden. Also passe ich mich an, so gut es geht. Aber dadurch adaptiere ich die Grenzen anderer. Dort, wo andere Möglichkeiten für sich begrenzen, tue ich es auch. Und so gerate ich zusehends in einen Konflikt. Theoretisch weiß ich bereits, was möglich sein könnte, aber praktisch kann ich es nicht umsetzen. Solange mir die Meinung anderer wichtiger ist, sprenge ich diese Grenzen nicht und bleibe, wo ich bin. Ich verurteile diese Grenzen nicht und auch nicht, das Leben mit Logik und Rationalität anzugehen. Aber für mich möchte ich das nicht. Und vielleicht willst du es ja auch nicht mehr, wenn du erfährst, welche Möglichkeiten es noch gibt.

Oh wow, jetzt hat sie es richtig spannend gemacht. Was sind jetzt also diese Möglichkeiten? Das möchte ich dir gar nicht erzählen, weil ich dir damit direkt wieder etwas vorgebe und deiner Fantasie Grenzen setze. Vielleicht holst du also erst einmal deine Fantasie und Träume aus ihrem Versteck und lässt ihnen wieder freien Lauf. Und währenddessen erzähle ich dir, was ich für mich möchte, wenn ich die Grenzen aller nicht mehr zu meinen eigenen Grenzen mache.

Ich möchte stärker mit meiner Intuition verbunden sein, um ihr zu folgen. Ich möchte ungebremste Emotionen und Echtheit und Ehrlichkeit. Ich möchte den Zauber des Lebens so richtig spüren und nicht nur durch gesellschaftliche Filter irgendwie vage wahrnehmen. Ich möchte Platz schaffen für alles, was mich begeistert. Für Spiritualität und Magie. Für das Verrückte, Fantasievolle, scheinbar Unmögliche. Für Lautstärke und Intensität. Für Träumereien und Projekte, die auf andere naiv und unlogisch wirken, mir selbst aber die größte Erfüllung schenken. Für ungeahnte Möglichkeiten und für den Mut, sie zu ergreifen. Für unbeschwerten Tanz und lauten Gesang als gäbe es nur mich und die Musik. Für Fehler ohne Scham und neue Wege, mich kreativ auszuleben. Für echte Liebe und echte Konflikte. Für alle meine Talente und „Schwächen“. Für alles, was ich bin.

Was hat das mit dem Universum zu tun?

Wenn ich es einmal aus dem gesellschaftlichen Denken herausschaffe, dann sehe ich meine innere Welt so grenzenlos und wunderschön, wie ich es beschrieben habe. Welche innere Welt? Na, das, wo sich mein Glauben an mich und all meine Überzeugungen befinden, wo sich meine Wünsche formen, wo meine Intuition sitzt. Wenn du diesen Ort in dir als innere Welt wahrnimmst, die du selbst gestalten kannst, dann begreifst du, welche Dimensionen in dir herrschen und wie viel dort möglich ist. Und für mich ist es nicht nur eine Welt, sondern ein ganzes Universum. Erfüllt von Ruhe und Friedlichkeit, Liebe und Magie. Dieses Universum anzuerkennen und mich darum zu kümmern, indem ich meiner Intuition zuhöre, meine Träume verfolge und meine Gefühle zum Ausdruck bringe, ist eine weitere Möglichkeit, mein Leben zu leben. Und diese Möglichkeit möchte ich jetzt endlich wahrnehmen. Und sie wichtiger für mich werden lassen als all die Meinungen anderer und gesellschaftlichen Konventionen. Sodass mein inneres Universum alle Grenzen sprengt.

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