Das Paradoxon unserer Gesellschaft

Wie oft ich regungslos da sitze und aus dem Fenster starre. Und wie oft ich dann, anstatt es zu genießen und Glückseligkeit zu spüren, ganze Chöre in meinem Kopf höre, die mir in ohrenbetäubender Lautstärke einzureden versuchen, dass ich dieses Dasitzen und Starren gefälligst lassen soll. Es gibt schließlich so viel zu tun. Und wenn nicht, sollte ich mir schnell etwas zu tun suchen. Ich sollte weder Zeit noch Genuss in meinem Alltag haben, sondern volle To-Do-Listen und Stress. Das ist, wovon ein Leben erfüllt sein sollte. Denn das Dasitzen bezahlt keine Miete. Dasitzen bildet nicht den Grund für Erfolg. Dasitzen steigert nicht den eigenen Wert. Dasitzen zeugt lediglich von Nichtsnutzigkeit.

Es liest sich so absurd. Doch diese Absurdität ist meine, ist unser aller Realität. Wie singt es Danger Dan so schön: „Die schlimmsten Geschichten schreibt das Leben wohl selbst.“ Schwarz-weiß auf dem Papier so lächerlich und in unserem Leben bittere Wahrheit. So bitter, dass ich mich gleichzeitig dagegen zu wehren versuche und mittendrin stecke. In einem Konstrukt, das uns schon früh in unsere kleinen Gehirne injiziert dazu treibt, immer mehr, immer schneller, immer besser leisten zu wollen. Im Grunde ist dabei nicht einmal von „wollen“ die Rede, denn wenn man genau hinschaut, lässt sich hinterfragen, ob das dann tatsächlich noch unser eigener Wille ist.

Kleine Hamster in kleinen Rädern

Es geht um Leistung, nicht ums Sein. Wenn ich da sitze und vor mich hin starre, leiste ich nicht. Also meldet sich mein Verstand, der mir das vor Augen führt und mich nicht länger bloß die Hauswand gegenüber sehen lässt, sondern all die Dinge, die ich in diesem Moment stattdessen tun sollte. Erledigen sollte. Ja, Erledigen ist wichtig. Am besten gehetzt und gestresst und schlecht gelaunt. Denn nur wer erledigt, leistet, und nur wer leistet, kommt weiter. Und Weiterkommen ist noch wichtiger als Erledigen.

Aber warum eigentlich?

Von ganz weit oben betrachtet sind wir nichts anderes als kleine Hamster in Rädern, die große Angst davor haben, dass ihr Rad stehenbleibt, sie von allen anderen überholt werden und im schlimmsten Fall keine Anerkennung und Liebe mehr erfahren. Haben wir doch alle als Kinder gelernt, dass Fleiß und Leistung Anerkennung und Liebe bedeuten. Manche, nicht wenige von uns meinen sogar, dass unsere Leistung der einzige Grund für Liebe ist. Nicht etwa unser Sein, sondern alleine unser Tun. Und manche, nicht wenige von uns glauben, dass unsere Leistung und somit die uns entgegengebrachte Liebe unseren Wert als Mensch ausmacht. Wir lassen unseren Selbstwert von nicht mehr und nicht weniger definieren als unserer Leistung und Anerkennung.

Und das alles passiert un- und unterbewusst.

Die unbewusste stimme in uns

Wir tun und leisten und hetzen aus Gründen, deren wir uns gar nicht bewusst sind. Ist das nicht verrückt? Unser Verstand gaukelt uns natürlich vor, dass wir das selbst wollen. Dass unser Ziel eben viel Geld (was nur mit viel, viel, viel harter Arbeit zu bekommen ist – nicht) oder großer Erfolg (der nur mit Stress und Burn-Out zu erreichen ist – nicht) oder eine 60h-Woche ist. Ja klar, also wenn das so ist … Und es heißt doch immer, dass wir unsere eigenen Ziele verfolgen sollen. Also tun wir das. Ohne zu hinterfragen, wer diese Ziele eigentlich für uns definiert hat – nämlich selten wir selbst.

Mein schlechtes Gewissen, das bin nicht ich. Das ist eine in mir angelegte Stimme, die mich dazu bringen will, gefälligst zu tun, weil ich sonst nicht geliebt werde und ergo nichts wert bin. Tief in mir habe ich gespeichert, dass mein bloßes Sein nicht ausreicht. Ist das nicht einer der schlimmsten selbstzerstörerischen Gedanken, den man einem Kind mit auf den Weg geben kann? Mit diesem Gedanken laufen wir alle herum und stolpern durch unser Leben. Es sei denn, wir werden uns bewusst.

Das glück liegt im sein

Die meisten von uns würden wohl behaupten, dass ihr Ziel ist, glücklich zu sein. Das Paradoxon: Wir suchen das Glück und verdrängen es in unserem Alltag so oft und so gut wie möglich. Obwohl es glücklich SEIN heißt, suchen wir das Glück im Tun anstatt im Sein. Und so verlieren wir zwischen all den To-Do-Listen und Terminen den Fokus für das, was uns glücklich SEIN lässt. Denn letztendlich ist es das Sein, was uns glücklich macht. Weil es uns wirklich befreit und wirklich sehen lässt, wohin wir wollen. Wir und niemand sonst. Weil wir nur im Sein unseren wahren Wert erkennen, der immer besteht, auch ohne alles.

Und auf diesem Standpunkt können wir dann anfangen, zu gehen und zu tun. Auf unserem ganz eigenen Weg. Angetrieben und motiviert von Träumen und Bildern in unserem Kopf, die unsere eigenen sind, und nicht von denen, die uns eine Gesellschaft vorgibt. Immer im Wissen, gut so zu sein wie wir sind. Auch ohne zu tun.

Ich weiß inzwischen, was ich will. Ich will verdammt noch einmal da sitzen und starren. Und zwar so oft und solange ich will. Weil ich aber meiner Auffassung nach niemanden dafür verantwortlich machen kann, dass mich mein schlechtes Gewissen immer wieder einholt, außer mich selbst, weiß ich auch, dass ich diejenige bin, die etwas ändern darf. Ich will den Chören in meinem Kopf kein Gehör mehr schenken, sodass sie irgendwann automatisch leiser werden. Und eine neue, laute Stimme etablieren, die mich aus dem Rad herausholt, wenn ich mich mal wieder darin verloren habe, und darin bestärkt, da zu sitzen und zu starren.

Wie ich zu mir finde

Ich sitze auf der Bank und schlürfe Kaffee. Ich lasse meinen Blick schweifen. Über die Marktstände, deren Besitzer*innen Zucchini und Tomaten in Papiertüten packen, hinüber zum Feinkostwagen, dessen italienischer Bergkäse so beliebt zu sein scheint, dass sich eine Schlange gebildet hat, bis zum Opa auf der Bank mir gegenüber, der Brotkrümel fallen lässt, auf die sich die Tauben stürzen. Alles, was ich tue, ist dasitzen und zuschauen. Eines meiner Lieblingshobbys.

Es mag paradox klingen, aber im morgendlichen Getümmel der aufwachenden Stadt finde ich wieder zu mir. Anonym in meiner eigenen Stadt bin ich zwar mittendrin und trotzdem ganz für mich. Niemand erwartet mich, niemand will etwas von mir. Da bin nur ich. Zwischen all den Menschen und Tauben. Und ich bleibe, solange ich will, und gehe erst, wenn ich es für richtig halte. Manchmal setze ich Kopfhörer auf und lasse die Kulisse vor mir von Lieblingsmelodien vertonen und zum Leben erwecken. Manchmal lese ich ein paar Seiten und verbringe so Zeit in mehreren Welten gleichzeitig. Manchmal lausche ich den Gesprächen vorübergehender Passanten. Und manchmal ist alles, was ich wahrnehme, der Lärm in meinem Kopf, der immer leiser wird.

Pause in der Partitur

Ich spüre meinen Puls, atme tief durch und höre in mich hinein. Und nehme noch einen Schluck Kaffee, den ich mir immer im selben italienischen Café hole, in dem ich auch schon morgens um 8 Uhr mit einem lauten „Ciao“ begrüßt werde. Diesen Moment habe ich mir gestohlen, um ihn nur mit mir selbst zu verbringen. Woher gestohlen? Aus meinem Alltag, der von mir verlangt, immer erreichbar zu sein, immer zu tun, immer zu leisten, immer zu kommunizieren. Diesen Moment verbringe ich nur mit mir und damit, zu sein.

Mit diesem Moment durchbreche ich meinen eigenen Rhythmus, in den ich in meinem Alltag ganz oft ganz unbewusst schlittere. Auch er selbst ist beinahe schon wieder zur Gewohnheit geworden und dadurch fast ein Teil des Rhythmus. Und trotzdem fühlt er sich wie ein Ausbruch an. Wie eine Pause in der Partitur meines Alltags. Weil er mir jedem Punkt auf meiner To-Do-Liste, jeder gängigen Arbeitszeit, jedem Leistungsdruck zum Trotz die Möglichkeit schenkt, einfach nur zu sein. Und damit das Geschenk der langen Weile macht, die ich mit Innehalten und Beobachten und Reflektieren fülle.

Inspiration & Tagträumen

Mir tut nicht nur die Pause gut. Während ich beobachte, kommen mir Ideen, die später zu Texten oder irgendetwas anderem führen. Ich sauge auf, was ich wahrnehme, und speichere es. Das nennt man wohl Inspiration. Und ich tagträume, indem ich meine Gedanken schweifen lasse. Das ist der Moment am Tag, in dem meine Fantasie den Raum bekommt, den sie so dringend fordert. Mir wird bewusst: Ich könnte jetzt einfach verschwinden. Ich könnte ins Auto steigen und wegfahren, einfach, weil ich es so will. Unweigerlich erkenne ich, wie frei ich wirklich bin, und große Dankbarkeit breitet sich in mir aus. Es ist also nicht nur die Pause, nicht nur die Inspiration, nicht nur das Tagträumen. Nein, es ist auch der Moment am Tag, aus dem ich Zufriedenheit und Dankbarkeit ziehe. Für den ganzen restlichen Tag.

Ich sitze noch ein Weilchen da. Und schlürfe an meinem Kaffee, der nicht mehr warm ist. Ich überlege, was der Opa mir gegenüber macht, wenn er zuhause ist, und ob der Gemüseverkäufer seinen Job liebt. Ich atme tief ein und aus und höre meinen Gedanken zu, die mir auch erzählen, was ich diese Woche unbedingt noch erleben möchte.

Und irgendwann dann schalte ich mein Handy wieder ein und begebe mich hinaus aus meiner eigenen kleinen zurück in die große Welt und die Erreichbarkeit.

Zwischen Loslassen und Verlieren

Heute Morgen habe ich in mein Notizbuch den Satz geschrieben: „Manchmal, wenn ich mich in meinem Leben verliere, scheint es, als wäre ich kein Teil davon, aber bin ich es nicht erst recht, wenn ich mich voll und ganz hineinstürze?“ Was es damit auf sich hat und wie ich zu diesem vom philosophisch anmutenden Gedanken komme, möchte ich hier mit dir teilen.

Seit ich mit ihm schreibe, weiß ich wieder, wie gut es für mich und vor allem meine Arbeit ist, mit niemandem „zu schreiben“. Denn das Schreiben ist ja nie nur Schreiben. Es ist immer wieder das Handy in die Hand zu nehmen und Apps zu öffnen, auf Bildschirme starren, Chatverläufe wieder und wieder neu zu laden, auf blaue Haken oder ein „schreibt…“ zu warten und zu lange über gleichzeitig schlaue und witzige Antworten nachzudenken. Es ist Ablenkung und Flucht aus dem Alltag in einem. Und wenn die ach so schlaue und witzige Konversation ausbleibt, ist es vor allem eines: Zeitverschwendung.

Weil ich diese Situationen zu gut kenne, die gerade dann wie beschrieben aussehen, wenn ich frisch begonnen habe, mit einem scheinbar aufregenden Mann zu schreiben, kann ich mein Verhalten bereits ziemlich gut einschätzen: Ich verliere nach und nach alles andere aus den Augen und irgendwann auch mich selbst.

Eine fließende Grenze

Mal mehr, mal weniger spannende Konversationen mit einem Mann, den ich gut finde, und auch die Zeit dazwischen, die ich mit Warten und neu Laden verbringe, sind für mich wie ein Sog, der mich ohne Vorwarnung in seine Tiefen reißt und verschlingt. Ich gehe darin unter und verliere den Blick fürs alles, was mir wichtig ist, und jegliche Selbstbestimmung. Ich lasse die Zügel los und gebe sie in andere Hände, die mich jedoch nicht immer dorthin führen, wo ich eigentlich mal hin wollte. Und meine Ideen und Träume und Werte leiden darunter.

Warum ich mich dann überhaupt wieder auf so etwas einlasse? Ich sehne mich danach, einfach mal loszulassen. Auf der einen Seite sehne ich mich danach, Vernunft und Kontrolle vollkommen loszulassen und mich Hals über Kopf in etwas zu stürzen, das Herzklopfen und Abenteuer verspricht. Den Verstand zu ignorieren und blind meinem Herzen zu folgen. Auf der anderen Seite kenne ich mich zu gut und möchte diese Abhängigkeit von blauen Haken und die Aufgabe meiner Selbstbestimmung nicht noch einmal erleben.

Ich bin mir inzwischen bewusst darüber, dass ein großer Unterschied zwischen Loslassen und Verlieren liegt. Das eine passiert bewusst, das andere unbewusst. Doch die Grenze dazwischen war für mich bisher immer fließend. Ich konnte sie nicht greifen und war mir ihrer nicht bewusst. Ein kräftezehrender Balanceakt, den ich gar nicht als solchen begriff und somit meistens verlor. Und mich selbst gleich dazu.

Es liegt ein großer Unterschied zwischen Loslassen und Verlieren.

Vielleicht ist er meine Chance

Ich weiß nicht, aus welchem Grund ich nun seit längerem keine ernsthafte Beziehung zu einem Mann hatte. Aber ich sehe, dass ich den Balanceakt bisher nie gewinnen hätte können und es deshalb besonders in den letzten zwei Jahren von großer Bedeutung für mich und meinen eigenen Weg war, keinen Sog in dieser Art und Weise in meinem Leben zu haben. Es war gut so, wenn nicht sogar notwendig und absolut richtig für mich.

Trotzdem sehe ich auch, dass es nicht die Lösung für mich ist, auf keine Beziehungen mehr einzugehen, um in Ruhe meinen Weg gehen zu können. Ich suche die Abwechslung zu allem, was ich tagtäglich erlebe. Ich suche die spannende, mich verwirrende und gleichzeitig reizende Konversation. Ich suche Momente, in denen ich Vernunft, Kontrolle und Verstand hinter mir lasse und mich in etwas stürze, das mein Herz wie wild klopfen und mich vollkommen im Jetzt ankommen lässt. Ich sehne mich nach Gefühlsexplosionen und dem richtig lauten Knall. Aber eben ohne das Warten und den Sog und das Verlieren. Also möchte ich lernen, wie das geht. Ich möchte lernen, mir bewusst zu sein, auch in der Situation selbst, und die Balance zu finden.

Und vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt dafür gekommen, vielleicht ist er meine Chance. Vielleicht darf ich mich jetzt, wo ich bereits die Ansätze einer Sogwirkung wahrnehme, darin üben, irgendwie eine Balance zu finden. Mein Vorteil: Ich weiß inzwischen – dank der langen Zeit nur mit mir ohne Ablenkung – sehr gut, was ich brauche und wie ich Zeit mit mir selbst verbringen kann und auch muss, um mich selbst im Blick zu behalten. Vielleicht ist jetzt also der Moment, in dem ich beweisen darf, was ich gelernt habe, und mich gleichzeitig im Loslassen üben kann. Denn, und der Gedanke kam mir heute Morgen, ich bin mir sicher, dass es möglich ist, mich ins Leben zu stürzen und dabei erst recht weiterhin ein Teil dessen zu sein.

Manchmal, wenn ich in meinem Leben verliere, scheint es, als wäre ich kein Teil davon, aber bin ich es nicht erst recht, wenn ich mich voll und ganz hineinstürze?

Traumwelten, die Geschichten im Konjunktiv erzählen

Ich habe von dir geträumt. Dass wir uns bei mir zum Quatschen getroffen haben, irgendwann dann vom Küchentisch ins Bett übergegangen sind, weil bequemer, und uns daraufhin beinahe unvermeidlich näher gekommen sind. Und irgendwie sind wir dann wieder zusammengekommen. Viel mehr weiß ich nicht mehr. Nur, dass ich mir heute Morgen noch eine ganze Weile nach dem Aufwachen nicht sicher war, ob das nun wirklich so passiert ist oder nicht. Beinahe hätte ich dir im Halbschlaf geschrieben.

Zum Glück ist mein Verstand doch noch rechtzeitig aufgewacht und ich habe verstanden, dass diese Geschichte meiner Fantasie entsprungen sein muss. Eine weitere Geschichte meiner Fantasie. Eine weitere Geschichte im Konjunktiv. Im Traum wie Wirklichkeit, doch in der Wirklichkeit nur ein Traum.

Dabei haben eigentlich ja Kinder den Konjunktiv für sich gepachtet. Mit Sätzen wie „Und dann wäre ich halt die Mutter und du wärst mein Kind und ich hätte dich gefüttert, okay?“ bringen sie den Mitspielenden näher, welche Ideen ihnen gerade im Kopf herumschwirren. So kommunizieren sie ihre Fantasie. Auch ich scheine diese Methode weiterhin zu nutzen und diese Dialoge nach wie vor zu führen, aber eben in meinem Kopf. Mit mir selbst. In meinen Träumen.

Altes und Neues wird verknüpft

Träume bieten einen wundervollen Raum für unsere Fantasie und all das, was unser Unterbewusstsein verarbeiten möchte. Vor kurzem las ich in einer Recherche für einen Text, dass wir in der REM-Schlafphase am bildreichsten und kreativsten träumen. Und wenn wir direkt aus dieser Schlafphase erwachen, können wir uns auch am besten an den Traum erinnern. So muss es heute Morgen gewesen sein – ich konnte mich erinnern, es mir aber leider nur bruchstückhaft merken. Warum wir überhaupt träumen, wollte ich natürlich auch wissen. Da gibt es verschiedene Meinungen, doch worin sich alle einig sind, ist, dass wir tagsüber Erlebtes verarbeiten und mit „alten“ Informationen kombinieren, um das Wissen in zukünftigen Situationen anwenden zu können.

Was sagt mir das nun über den Traum heute Nacht? Ich habe gestern einen Blogartikel bei follow your feelings über eine Dating-Geschichte gelesen. Die Szene, in der die Autorin und der Mann ihr gegenüber ihre Gespräche ins Bett verlegten, scheint mir besonders im Gedächtnis geblieben zu sein. Diese neue Information scheine ich mit den Erinnerungen an unsere Beziehung verknüpft zu haben. Und schwups – ist daraus ein Traum und damit eine neue Geschichte entstanden. Was mir das für die Zukunft bringt, weiß ich allerdings nicht.

Du & Ich

Die einzige Auswirkung, die ich im Moment erkenne, ist, dass es mich offensichtlich den ganzen Tag beschäftigt. So sehr, dass ich darüber schreibe. Das ist zwar schön für meinen Blog, für meine Produktivität jedoch eher weniger förderlich. Aber gut, dann hänge ich meinem nächtlichen Traum eben auch noch ein bisschen in meinen Tagträumen nach.

Wir beide. Vor über drei Jahren war Schluss. Schluss mit unserer Beziehung, die nicht einmal zwei Jahre hielt. Mit unserer Intimität und Nähe auf einer anderen Ebene. Mit den Reisen und spontanen Ausflügen. Mit den nicht beantworteten Nachrichten und tiefgehenden Gesprächen. Mit dem Verständnis füreinander und den Struggles, die uns beide sehr belasteten. Dieses Ende bescherte mir den heftigsten Schmerz in meinem bisherigen Leben. Und das weißt du auch. Auch du hast heute noch daran zu knabbern und machst dir selbst Vorwürfe. Wir beide tragen ein Päckchen mit unseren Namen darauf mit uns herum. Das weiß ich, weil wir nach wie vor Kontakt haben, uns austauschen, manchmal auch sehr ehrlich und emotional, und uns unregelmäßig sehen.

Ein seltsam sicheres gefühl

Ist das der Grund, warum ich immer noch ab und zu von dir träume? Auch du träumst von mir, wie du sagst. Was genau, weiß ich nicht. Träume nur ich davon, dass wir wieder zusammenkommen? Ist es das, was sich mein Unterbewusstsein wünscht, was ich mir wünsche? Oder ist es viel eher ein Hinweis darauf, dass ich mich immer noch im Prozess finde, loszulassen, und noch aktiver daran arbeiten darf? Ich habe schon vor längerem aufgehört, meine Träume von dir unnötig intensiv zu interpretieren, weil ich weiß, dass sie zum Prozess dazugehören. Und trotzdem hänge ich manchen hinterher und frage mich, welche Erkenntnis sie beinhalten könnten.

Aus dem Traum von heute Nacht kann ich keine Erkenntnis herausziehen. Ich weiß, wie er vermutlich entstanden ist, aber nicht, was er mir sagen möchte. Und im Grunde ist es auch gar nicht so wichtig. Weißt du, warum? Weil ich irgendwo in mir dieses Gefühl spüre, dass wir uns irgendwann noch einmal begegnen werden. Und mit begegnen meine ich nicht, dass wir uns auf der Straße treffen, sondern, dass wir zu einem anderen Zeitpunkt an einem anderen Ort auf zufällige (oder auch nicht zufällige) Weise zueinanderfinden. Bedeutet das, dass wir noch einmal zusammenkommen? Keine Ahnung. Ist das letztendlich nichts anderes als ein aus naiver Hoffnung heraus entstandenes, gut getarntes Festhalten? Vielleicht. Aber dieses Gefühl ist so seltsam sicher und einfach da. Es ist nicht besonders aufdringlich und weder positiv noch negativ. Es ist einfach da.

traum oder wirklichkeit

Manche Träume sind verrückt und seltsam, andere traurig oder grausam, dass man so schnell wie möglich aufwachen möchte, und wieder andere sind so schön, dass man überhaupt gar nicht aufwachen möchte. Viele Träume erzählen Geschichten im Konjunktiv, manche tatsächlich passierte Geschehnisse. Und eines haben sie alle gemeinsam: Sie machen sich in dem Raum breit, den unser Unterbewusstsein während unseres Schlafes zur Verfügung bekommt. Diesen ganz besonderen Raum, diese Traumwelten, durch die wir uns nur im Schlaf bewegen können. Reine Magie! Egal, wie oft ich auch noch von dir träumen werde und wie oft wir uns dabei noch trennen oder wir wieder zusammenkommen werden – ich bin dankbar für die Fantasiewelt, die ich nachts betreten darf. Und wer weiß, vielleicht vermischen sich irgendwann Fantasie und Wirklichkeit, verwandeln Konjunktiv in Indikativ und wir finden wieder zusammen. Oder eben nicht.

Irgendetwas fühlen

Fühlst du etwas?

Was fühlst du?

Was ich fühle?

Ich fühle alles. Und nichts.

Meine Gefühle laufen über. Habe viel zu viele von ihnen. Eines läuft ins andere und ich kann sie nicht mehr unterscheiden. Ist es Freude, ist es Schmerz? Ich kann sie nicht greifen und nicht stoppen. Sie fließen wie wilde Ströme durch mich hindurch und über mich hinaus. Aus allen Poren strömt Gefühl. Und ich weine und ich lache. Mein Herz klopft wie wild und ich möchte schweigend schreien. Meine menschliche Gestalt löst sich auf und ich bin nur noch Gefühl. Hat jemals jemand so viel auf einmal gefühlt?

Erzählt hat mir noch nie jemand davon. Vielleicht liegt das daran, dass wenige von Gefühlen erzählen. Wenn es welche gibt, die so fühlen wie ich, dann frage ich mich, wie die das machen. Ich weiß nicht, wohin damit. Ich schreibe und tanze, aber das reicht nicht. Verstopft man Poren am besten? Oder unterdrückt die Gefühle irgendwie anders? Mit Make Up oder Alkohol oder toxischen Beziehungen oder Arbeit? Und verlernt so einfach mit der Zeit, zu fühlen? Oder wie wird man anders damit fertig?

Wo sind denn all die Gefühle auf der Welt? Ich sehe sie nicht. Platzen die ganzen Leute nicht alle irgendwann? Platzt du nicht irgendwann?

Und dann ist es wieder zu wenig. Dann sehne ich mich danach, überhaupt irgendetwas zu fühlen. Wenn ich tagelang an meinem Schreibtisch sitze, nicht raus und niemanden sehen darf, nichts erlebe, nichts erfahre. Wenn mir die Decke nicht nur auf den Kopf fällt, sondern sie mich beinahe erdrückt. Dann ist alles wie taub und mein Blick aus dem Fenster leer und starr. Dann klopft mein Herz nur schwer und langsam und ich will weder schreien noch schweigen. Sondern einfach irgendetwas fühlen, irgendetwas. Will etwas erleben, Freude wie Schmerz. Und sehne mich nach dem Schwall an Gefühlen und der Überforderung.

Vielleicht ist es das. Vielleicht ist genau das die Zeit, in der wir gerade leben. Vielleicht ist es genau so, wie ich die Zeit gerade erlebe. Ein Schwanken zwischen zu viel Gefühl und gar keinem Gefühl. Und vielleicht geht es dir ja auch so.

P.S. Schau dir den Film „Love Again“ an. Vollgepackt mit echten Gefühlen und eine große Empfehlung.

Ist es okay, nicht zu wissen, was ich will?

In meinem Leben wusste ich bisher immer, wohin ich will und was ich tun will. Manches davon habe ich straight durchgezogen, manches auch wieder aufgehört. Aber ich war mir immer klar darüber, dass ich es machen möchte – bis ich eben gemerkt habe, dass es doch nicht richtig war. Was meiner Meinung nach vollkommen okay ist. Doch jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich gar nichts weiß. An dem ich an einer Kreuzung mit vielen Wegen stehe und einfach nicht weiß, welche Richtung die richtige oder zumindest die ist, die ich ausprobieren möchte.

Das ist neu für mich. Und ich denke, es ist eine Art Probe. Immer mal wieder was Neues, denkt sich mein Leben. Du möchtest nicht verstehen, dass du bei Entscheidungen nicht immer nur auf deinen Verstand hören solltest, sondern durchaus auch auf dein Bauchgefühl hören darfst? Na, dann lernst du es jetzt eben so, denkt sich mein Leben. Du bist gerne in deiner Komfortzone und wagst aus Angst und Bequemlichkeit nichts Neues? Na, dann schubsen wir dich mal ein bisschen und schicken dir Unzufriedenheit, die dich zum Handeln zwingt, denkt sich mein Leben. Okay, okay.

Die ewige Suche

Es fühlt sich an wie eine ewige Suche – oder, optimistisch ausgedrückt, ein ewiger Findungsprozess. Vom Suchen und irgendwie nicht Finden könnte der Titel für meine aktuelle Lebensphase lauten. Aber ist das so schlimm? Ist es so schlimm, dass ich suche und nicht finde? Dass ich nicht weiß, was ich will?

Für mich aktuell ja, ein bisschen. Weil ich das Gefühl nicht mag, in der Luft zu hängen. Zu schweben. Oder zu schwimmen. Jedenfalls ohne festen Boden unter den Füßen zu sein. Denn dieser Boden bedeutet Sicherheit, nach der wir uns alle sehnen – die einen ausgeprägter als die anderen. An dieser Stelle kommen wieder einmal Verstand und Bauch und Herz zusammen. Der Verstand erzählt mir, was von mir erwartet wird und vernünftig und wichtig ist – nämlich zu finden und anzukommen. Und meine Gefühle erzählen mir, dass es unbequem für mich ist, von keinem Boden getragen zu werden, sondern verloren in der Luft zu hängen – und formulieren damit ebenfalls den Wunsch, zu finden. Na, wenigstens sind die sich ausnahmsweise mal einig.

Weil die Unzufriedenheit also akut ist, versuche ich, weiterzukommen im Prozess.

Es reicht nicht

Aber ich merke schnell, dass es nicht mehr reicht und schlichtweg auch nicht weiterhilft, nur da zu sitzen und stur darüber nachzudenken. So trete ich auf der Stelle. Ich erkenne, dass vermutlich das hilft, was ich nicht besonders gut kann: darauf vertrauen, dass sich eine Lösung zeigen wird. Wenn ich merke, dass ich unzufrieden bin oder etwas nicht passt, will ich sofort handeln und eine Lösung finden. Dann stürze ich mich rein und grabe und wühle und erzwinge. Ich google, schreibe, überlege, frage. Und klar, das bringt mich hin und wieder auch weiter. Aber jetzt nicht. Da ist es wieder, mein Leben, das mich daran erinnert, was ich noch lernen darf. Das mit dem Vertrauen und mal Loslassen und weniger Forcieren.

So ganz verstehe ich es jedoch noch nicht. Ganz ohne aktiv zu werden, bewege ich mich ja ebenso wenig vom Fleck. Ich muss doch etwas tun, um weiterzukommen. Oder ist das nur mein begrenztes Denken? Und wie sieht denn die richtige Balance zwischen Tun und Vertrauen aus?

Das mit dem bauchgefühl

Und was noch helfen könnte, wäre, mehr zu fühlen anstatt zu denken. Merkst du auch manchmal, dass du an deine gedanklichen Grenzen stößt? Dass sich deine Gedanken einfach nur wiederholen? Ich glaube, an solchen Punkten ist es nützlich, sich darüber bewusst zu werden, dass da auch noch eine andere Ebene ist, auf der Antworten gefunden werden können. Die Gefühlsebene. Bei wem alleine das Wort Gefühlsebene nun schon Unbehagen auslöst: Hattest du noch nie Besuch von den berühmt-berüchtigten Schmetterlingen in deinem Bauch? Hast du noch nie dein Herz wie wild klopfen gespürt, wenn du dich riesig auf etwas gefreut hast? Das sind dein Bauch und dein Herz, die dir da zustimmen. Die dir zeigen, dass etwas richtig für dich ist – oder zumindest starke Emotionen in dir auslöst.

Es ist nicht üblich, Bauch und Herz als erste Instanz bei Entscheidungen zu befragen. Und es ist schon gar nicht üblich, Gefühle als überzeugende Argumente zu nennen. Außer in einer Beziehung, die auf Liebe basiert. Aber in Bereichen wie Beruf, Hobby, Sofakauf oder Essen ziehen wir doch eher rationale Argumente zu rate. Und manchmal sogar bei der Wahl des Partners, der Partnerin. So sind wir sozialisiert. Das ist der eine Grund, warum es uns so schwerfällt, unsere Gefühle ernsthaft zu berücksichtigen. Der andere ist, dass wir manchmal gar nicht wissen, was wir fühlen. Weil wir den Zugang zu unserer Gefühlswelt komplett verloren haben. Den wieder zu finden, ist gar nicht so einfach. Doch bei mir war er zum Glück nie verloren.

Bisschen beine baumeln lassen

Was ich jetzt also mache? Vielleicht zur Abwechslung mal nichts. Viele Fragen sind nach wie vor offen und unbeantwortet. Aber ich möchte lernen, das auszuhalten. Ja, mein Leben, ich höre dich und deine Aufgaben für mich. Und vielleicht nehme ich dich jetzt zur Abwechslung mal ernst. Du zwingst mich früher oder später ohnehin dazu. Ein bisschen in der Luft hängen und Beine baumeln lassen? Klingt eigentlich gar nicht so verkehrt. Und während ich da so hänge, hätte ich ja Zeit, um meinem Bauch mal zuzuhören.

Und an alle, denen es im Moment ähnlich geht: Ich glaube, wir dürfen uns alle ein bisschen davon lösen, wie die Duracell Hasen auf festem Boden herumzuspringen und dabei vollkommen verstandgesteuert Richtungen einzuschlagen. Wenn auch du diese innere Unzufriedenheit wahrnimmst und auch beim Herumspringen keine Lösungen findest – vielleicht ist es dann auch für dich an der Zeit, mal abzubremsen und nachzuspüren? Was sagt dein Bauch, was dein Herz, wenn alles möglich wäre? Und ein bisschen Vertrauen hat auch noch niemandem geschadet. Denn entgegen der Angst, dass dann ja erst recht alles den Bach runterginge, bringt Vertrauen nicht selten vollkommen neue Möglichkeiten mit sich.

Sagte sie und plante bereits die nächsten Schritte auf ihrer Suche. Naja, der Wille ist da. Und etwas Neues zu lernen dauert eben seine Zeit.

Kreativität – Wie wir sie wiederfinden

Mit der Kreativität ist es so eine Sache. Manche denken, sie verfügen schlichtweg nicht über sie. Andere brauchen sie zum Arbeiten, können sie aber vor lauter Druck nicht finden. Und wieder andere scheinen täglich unendliche Mengen mit dem Trinkwasser aufzunehmen und jederzeit versprühen zu können. Aber stimmt das wirklich? Sind wir entweder kreativ oder nicht? Und was ist dieses wenig greifbare Phänomen namens Kreativität überhaupt?

Kreativität bezeichnet die Fähigkeit, etwas zu erschaffen. Und diese Fähigkeit hat jeder Mensch. Das bedeutet, jede*r hat Kreativität, jede*r ist von Natur aus kreativ, wenn auch tief drin versteckt. Die Schwierigkeit ist also nicht, dass keine Kreativität da ist, sondern, dass sie in der hintersten Ecke des Seins vergraben und die Tür dorthin verschlossen ist. Der Zugang fehlt. Ich lese gerade das Buch „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron und sie hat dazu einen spannenden Ansatz. Denn häufig sind es Erwartungen, denen wir gerecht werden wollen, und Grenzen, die wir uns aufgrund von Erfahrungen gesetzt haben, die diese Tür irgendwann verschlossen haben. Vielleicht fanden unsere Eltern Kreativität unnötig, weil damit weder Geld gemacht noch Erfolg erzielt werden kann. Vielleicht fiel häufig der beliebte Ausdruck der „brotlosen Kunst“. Vielleicht wurde uns in der Schule gesagt, dass wir nicht malen/ schreiben/ singen könnten, sodass wir es komplett aufgegeben und eine Grenze gezogen haben. Und auch, wenn wir keine bestimmte Erwartungen oder Erfahrung erkennen, heißt das nicht, dass da keine Kreativität ist. Nur irgendwas, was uns den Zugang verwehrt.

Willst du kreativ werden?

The big question ist also: Wie zur Hölle finden wir diese Tür und wo hat sich der Schlüssel versteckt? Dem voran gehen natürlich der Wille und die Entscheidung, die eigene Kreativität entdecken zu wollen. Lass mal alles außen vor, was du jemals über dich und Kreativität gedacht hast. Hast du Bock, sie wieder zu entdecken? Der Grund ist erstmal zweitrangig. Ob du einfach mal wieder malen willst in deiner Freizeit, auf der Suche nach kreativen Lösungen im Job bist oder Schriftsteller*in werden willst – ganz egal. Hast du Bock, dich auf die Reise zu begeben?

Give yourself permission to be a beginner.

Julia Cameron

Ich für meinen Teil glaube, dass die Erlaubnis, die ganz ehrliche, ernstgemeinte, überzeugte Erlaubnis sich selbst gegenüber bereits die halbe Miete ist. Und die Überzeugung, dass Kreativität in einem steckt. Klar, diese Überzeugung zu etablieren, kann schon schwierig genug sein und lange dauern. Aber es lohnt sich. Und den anderen Teil der Miete machen dann eine gewisse Routine und ein paar praktische Übungen aus. Vielleicht ist die Überzeugung der Schlüssel und die Übungen sind die Tür.

Übung: Die Morgenseiten

Julia Cameron teilt in ihrem Buch neben einigen Übungen zwei essentielle Aufgaben, denen jede*r, der*die die Kreativität in sich aktivieren möchte, regelmäßig nachgehen sollte. Das eine sind die Morgenseiten, das andere ist der Künstlertreff – oder „Artist’s Date“ im Englischen. Date klingt irgendwie schöner, finde ich, und auch passender. Aber erst einmal zu den Morgenseiten. Dahinter verbirgt sich exakt das, was der Name verspricht. Es geht um drei Seiten, die wir direkt nach dem Aufstehen schreiben sollten, noch bevor unser Verstand richtig wach ist. Du kennst den Zustand, in dem du morgens halb aus dem Bett fällst und noch ziemlich verdattert ins Bad stolperst und froh bist, wenn du auf der Kloschüssel sitzt? Genau in diesem Zustand solltest du zu Notizbuch und Stift greifen und drei Seiten runterschreiben, ohne auf Rechtschreibung zu achten, über den Inhalt nachzudenken und den Stift abzusetzen. Dein Kopf soll sich gewissermaßen durch den Stift aufs Papier entleeren, ohne jeglichen Anspruch an Logik, Sinn und Sprache. Drei Seiten lang.

Wozu das ganze? Zum einen lassen sich so wiederkehrende Themen entdecken, die in uns schlummern. Das können Ängste sein, Probleme, Wünsche, Träume. Du könntest etwa erkennen, dass du eigentlich gerne Spanisch lernen, deiner Nachbarin endlich mal deine Meinung über die Lautstärke ihrer Musik sagen oder deine Angst vor einem Jobwechsel loswerden wollen würdest. Es kann dich zu neuen Erkenntnissen führen. Zum anderen aktivierst du durch den Output automatisch deine Kreativität. Auch wenn keine Idee direkt über die Morgenseiten zu dir kommt, bringst du so deine grauen, möglicherweise schon etwas eingestaubten Kreativitätszellen in Bewegung. Wichtig ist, es tatsächlich so gut wie jeden Tag zu machen und damit zur Routine werden zu lassen. Übrigens auch, wenn dein gewünschter kreativer Output vielleicht viel eher die Form eines Gemäldes, Musikstückes oder gestrickten Pullis hat.

Übung: Artist’s Date

Nun zum Date. Keine Sorge, du sollst dich nicht mit einem*einer fremden Künstler*in treffen. Sondern mit der oder dem, die oder der in dir steckt. Ja richtig, in dir steckt ein*e Künstler*in. Und nein, du bist da keine Ausnahme. Gut, vielleicht ist er oder sie dir tatsächlich vollkommen fremd (geworden), aber das darfst du jetzt ändern. So ein Date mit deinem*deiner inneren Künstler*in sieht so aus, dass du etwas mit ihm oder ihr tust, das dir Freude bereitet und wofür du dir sonst selten Zeit nimmst. Es kann etwas komplett Neues sein, das du schon immer einmal ausprobieren wolltest, aber auch ein Spaziergang im Wald, ein Ausflug in eine andere Stadt, in die Berge, an den See oder sogar ans Meer. Es kann ein Workshop sein, ein Tanzkurs, ein Besuch im Museum oder einem schönen Café oder in der Oper, eine Fahrradtour oder ein Abend in der Badewanne mit Kerzen und Hörbuch. Es muss überhaupt nichts kosten und auch nicht aufwendig sein.

Es geht darum, dass wir es alleine tun, also in Begleitung unseres*unserer inneren Künstlers*Künstlerin, und, dass es uns wirklich Freude bereitet. Dass es uns so richtig begeistert und inspiriert. Denn das ist im Gegensatz zu den Morgenseiten die Übung, bei der wir für Input sorgen. Input, der unserer Kreativität ankurbelt. Vielleicht kennst du das, dass du dich nach Tagen im Home Office am immer gleichen Ort mit den immer gleichen Aufgaben zu den immer gleichen Zeiten irgendwie leer und ausgesaugt fühlst. Eine Routine ist zwar auch für Kreativität nicht unbedingt verkehrt, doch Abwechslung, Neues und Input sind noch wichtiger.

Lass uns unentdecktes entdecken

Ich dachte eine ganze Zeit lang, dass ich einfach nicht kreativ genug bin. Aber in starren Strukturen und mit Aufgaben, die viel Logik erfordern und immer demselben Muster folgen, fühlte mich auch nicht wohl. Irgendwann kam ich dahinter, dass sich irgendwo in mir meine Kreativität verstecken muss, die ich manchmal schon sehr gut greifen kann – besonders, wenn es um Träumereien geht – und häufig aber nicht so richtig zu fassen kriege. Also habe ich beschlossen, mich mehr mit Kreativität zu beschäftigen und zu schauen, was alles noch möglich ist für mich. Denn da gibt es noch viel Unentdecktes, dessen bin ich mir jetzt bewusst. Und ich hab riesige Lust, mich auf die Reise zu begeben, immer mehr davon zu entdecken und vielleicht irgendwann einmal in ein großes Kunstwerk fließen zu lassen. Ich bin gespannt, bist du es auch?

Human Design – Was ich über mich gelernt habe

Wenn ich eines bereits sicher über mich weiß, dann, dass ich Euphorie und Freude wirklich intensiv körperlich spüren kann, wenn ich das Richtige tue. Ich kann sofort physisch fühlen, wenn mich etwas begeistert. Und in das, was mich begeistert, stecke ich dann auch all meine Energie und Kreativität, ohne dass es anstrengend ist. Bereits im Praktikum wurde mir einmal gesagt, dass man meinen Texten anmerke, ob ich mich für das Thema interessiere oder nicht. Im ersten Moment war das aus meiner Sicht natürlich kein positives Feedback – schließlich müsse man als gute Journalistin zu jedem Thema einen guten Text verfassen können. Mittlerweile denke ich: Ist das nicht der ultimative Wegweiser für mich, der mir die Richtung zeigt, in die ich gehen darf?

Das ist nur eine von vielen Fragen, die ich mir ständig stelle. Ich bin ein wandelndes Fragezeichen. Und doch in manchen Themen und Lebensbereichen ein immer deutlicher werdendes Ausrufezeichen. Und der Weg von Fragezeichen zu Ausrufezeichen gestaltet sich als eine einzige Suche. Ich bin auf der Suche und auf dieser Suche sehr empfänglich für alles, was mir als richtungsweisend dienen und Antworten schenken könnte. Auch das ist möglicherweise ein Grund dafür, dass ich mir manchmal so schwer damit tue, auf meine Intuition zu hören. Ich vertraue nicht auf die Antworten in mir, sondern suche sie in der Welt um mich. Und so ist es auch kein Wunder, dass ich auf eine neue, alte Welt gestoßen bin: Human Design.

Was ist Human Design?

It’s magic. Nicht mehr und nicht weniger. Pure Magie. Und mich fasziniert ohnehin alles, was meinen Mund offen stehen und die vorhandenen Synapsen in meinem Gehirn sprengen lässt. Ja, auch Human Design war etwas, das mich direkt das begeisterte Kribbeln in meinem Bauch, das aufgeregte Lodern in mir spüren hat lassen. Aber von vorne. Human Design ist ein System, das uns dabei helfen kann, uns selbst zu verstehen. Es zeigt uns unseren energetischen Bauplan auf mit unserer Persönlichkeit, unseren Eigenschaften und unseren Potenzialen. Stephie von allabouthumandesign nennt es auch den „einmaligen energetischen Fingerabdruck“. Im Detail ist es ein System, das aus alten Weisheiten und Wissenschaften wie Genetik, Quantenphysik, Astrologie, Chakrenlehre, Kabbalah und I-Ging zusammengesetzt ist. Um das eigene Design herauszufinden, lässt man sich ein Human Design Chart erstellen (berechnet aus Geburtstag, Geburtszeit und Geburtsort), aus dem sich dann Informationen über die eigene Persönlichkeit und Energie herauslesen lassen.

Es ist okay, wenn du jetzt wegklickst. Wenn dir das hier zu abstrakt, zu spirituell, zu esomäßig erscheint. Alles gut, you do you. Ich kann nur sagen, dass dieses verrückte System das ist, was mich die vergangenen Nächte wach gehalten hat. Was mich bis in die Nacht hinein nachlesen und nachforschen hat lassen, welche Zahl nun was über mich aussagt. Klar, es mag total merkwürdig erscheinen, dass eine Zahl, die aus dem Stand der Planeten zu meiner Geburt berechnet wird, irgendetwas über mich aussagen könnte. Soll ich mich etwa ernsthaft auf eine Zahl reduzieren? Aber hier handelt es sich nicht um eine Reduktion, sondern um das Gegenteil. Denn die Definition hinter der Zahl schafft es einfach, mich in ein paar Worten so treffend zu beschreiben wie es nicht meine Mama, nicht meine beste Freundin und ganz sicher nicht ich jemals könnten. Sie schafft es, mir die Augen für mich selbst zu öffnen. In dieser verrückten Abbildung steckt so viel Wahrheit über mich und auch über all das, was mir bisher noch nicht bewusst war.

Antworten, Erklärungen, Bestätigung

Ich kann herauslesen, dass ich dem nachgehen sollte, was mich begeistert, weil dabei nicht nur die besten Ergebnisse herauskommen, sondern ich dabei auch am meisten Energie zu Verfügung habe. Erinnerst du dich an meine Wort am Anfang des Textes? Das, was ich in den vergangenen Jahren über mich gelernt habe, wird mir hier schwarz auf weiß vor Augen gehalten. Ich erfahre auch, dass ich jemand bin, der viele Interessen hat und sich erlauben sollte, viel auszuprobieren, anstatt etwa einen Job für immer machen zu müssen, weil man es halt so macht. Dass es eine meiner Eigenschaften ist, mir viele Fragen zu stellen und eine Richtung zu suchen. Und dass ich meine Intuition als Ratgeber bei Entscheidungen nutzen sollte und nicht meinen Verstand. Erinnerst du dich an meinen Text über Intuition? Verrückt. Und so wahr.

Weißt du, natürlich kann man hinterfragen, ob man ein Tool braucht, das einen als Menschen beschreibt. Ob das nicht ein bisschen einfach ist und irre, sich auf so etwas zu beziehen, und eigentlich gar nicht möglich. (Wenn du dir mal das Human Design Chart anschaust, wirst du erkennen, dass es gar nicht mal so einfach, sondern ziemlich komplex ist – wie wir Menschen eben auch.) Aber für mich als der Mensch, der sich täglich tausende von Fragen über das Leben und sich selbst stellt und irgendwie immer auf der Suche ist, ist es magisch. Es liefert mir Antworten auf Fragen, mit denen ich mich sonst nur im Kreisen drehe. Es erklärt mir, warum ich manchmal so ticke wie ich ticke und wie ich meine Energie am besten einsetze. Und ja, es dient mir auf gewisse Art auch als Bestätigung, tatsächlich nicht „falsch“ zu sein, und als Erlaubnis, so sein zu dürfen wie ich bin. Ich weiß, dass ich mir diese Erlaubnis selbst geben sollte, und trotzdem ist eine Unterstützung.

Nicht mehr nur fragen, sondern tun

Das Human Design System ist nicht das Ende meiner Suche. Vielleicht werde ich mein Leben lang ein suchender Mensch sein, weil es für mich vielleicht auch gar nicht darum geht, alle Antworten zu kennen und anzukommen. Und es ist auch nicht der ultimative Guide zum ultimativen Glück. Aber es versorgt mich mit unglaublich viel Energie, meine Zeit nicht nur mit offenen Fragen zu verbringen, sondern auf Antworten aufbauen und darauf basierend endlich ins Tun kommen zu können. Aka meinen Shit zusammenzukriegen und das zu tun, was ich wirklich tun will. Mittlerweile weiß ich einiges über mich – was mir Energie schenkt und was mir Energie raubt – und kann dadurch viel besser entscheiden, was in meinem Leben sein soll und was nicht. Und ist das nicht das Beste überhaupt?

Intuition: Wieso ich mich mehr danach richten will

Was könnte das Thema für den nächsten Text sein? Warum fällt mir nichts ein? Und was könnte ich am Sonntag in meiner Me-Time machen? Wenn Entscheidungen zu treffen sind oder Themen gefunden werden sollen, dann denke ich darüber nach. Ich stelle mir in meinem Kopf eine Frage und versuche sie, mithilfe meines Verstandes zu beantworten. Ich mache mir Gedanken und halte daran fest bis ich eine Lösung gefunden habe. Ich plane. Das ist wahrscheinlich der Weg, den die meisten gehen. Aber es geht auch anders.

Intuition ist das Stichwort. Damit wir uns richtig verstehen, hier kurz die Definition von Intuition auf Wikipedia: „Intuition ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen.“ Für die meisten, die Tag ein, Tag aus jedoch sehr wohl und ausschließlich ihren Verstand gebrauchen, mag Intuition etwas Abstraktes sein, das auch durch diese Definition nicht greifbarer wird. Deshalb möchte ich hinzufügen, wie ich Intuition für mich verstehe.

Wenn ich mir eine Frage mal nicht im Kopf stelle, sondern indem ich meine Augen schließe, tief atme, alles um mich herum ausblende und nur noch meinem Inneren zuhöre, dann kommen Antworten. Vielleicht in Form von Bildern, Erinnerungen, Worten oder Gefühlen. Ohne dass ich darüber nachgedacht habe. Diese Antworten erhalte ich meiner Meinung nach von meiner Intuition. Meine Intuition ist für mich die Verbindung zu meinem Inneren, in dem sich mein wahres Selbst befindet, das frei ist von Ängsten, Glaubenssätzen, Prägungen. Und mit ihm befinden sich dort meine Bedürfnisse, Wünsche und Träume. Meine Intuition kommuniziert mir, was ich wirklich will – frei von gesellschaftlichen Konventionen, Erwartungen an mich oder meinen eigenen Mustern und Käfigen.

Unbetretene Pfade mit Warnschildern

Das Thema Intuition beschäftigt mich sehr. Doch ich lebe in einer Gesellschaft, die es mir nicht gerade leicht macht. Unsere Gesellschaft ist sehr auf den Verstand fokussiert, auf Logik und Rationalität, auf Fakten, Argumentation und Verstehen. In vielen Bereichen ist das auch gut so, keine Frage. Doch es ist nun einmal nicht immer der logischste Weg, der mich am glücklichsten macht. Wenn ich mich also mal weg von Konvention und Logik hin zu meinem eigenen Willen bewegen möchte, werde ich automatisch gebremst und wie mit einem unsichtbaren Gummi immer wieder zurück in den Verstand gezogen. Wenn ich mein Leben mehr nach meiner Intuition und dem, was mein Herz mir sagt, ausrichten möchte als nach dem, was vielleicht logisch ist, dann begebe ich mich auf unbetretene Pfade, wo ich auf Warnschilder und Unverständnis stoße. Da waren noch nicht viele vor mir und es scheint mir unsicher. Und mein Verstand möchte schließlich nichts mehr für mich als Sicherheit.

Doch vor kurzem, da hatte ich eine Erkenntnis. Ich durfte eine Frau kennenlernen, die auf mich so stark mit sich selbst verbunden, so nah bei sich, so in ihrer Mitte wirkte wie niemand, den ich kenne. Ich fühlte mich so gut in ihrer Gegenwart. Und ihre Worte „Ja, ich fühle auch, dass wir das so machen sollten“ haben sich tief eingebrannt bei mir, auf positive Art und Weise. In meinem Umfeld nennt selten, oder nein, nennt nie jemand sein eigenes Gefühl, seinen Impuls, seine Intuition als Argument für eine Entscheidung. Dass diese Möglichkeit überhaupt besteht, leuchtete mir erst in diesem Moment ein. Ich darf sagen, wie ich mich fühle, und das darf auch mein Argument sein. Etwa einen Termin abzusagen, weil einem die eigene Intuition gerade zu etwas anderem rät – das macht sonst niemand in meinem Umfeld. Vermutlich aus Angst davor, andere zu enttäuschen, oder davor, als „Memme“ dazustehen. Denn „Memme“ heißt zu wenig belastbar, zu gefühlsbetont, zu schwach. Und diese Adjektive möchte sich niemand gerne zuschreiben lassen, weil sie in unserer Gesellschaft als negativ, als Schwächen angesehen sind.

Wer sagt, was ideal ist?

Es scheint miteinander einherzugehen, sich von der Meinung anderer zu lösen und sich wieder mit der eigenen Intuition zu verbinden. Und ich sage „wieder“, weil wir das in unserem Leben alle bereits einmal waren – als Kinder. Wir kommen auf diese Welt, absolut und vollkommen mit unserer Intuition verbunden. Das sieht man etwa daran, dass wir schreien, wenn wir müde sind oder Hunger haben, und hören auf, wenn wir schlafen oder satt sind. Wir nehmen unsere Bedürfnisse wahr und kommunizieren sie ganz selbstverständlich. Irgendwann fangen wir an, uns hinzusetzen, uns fortzubewegen, uns hochzuziehen. Ganz intuitiv. Etwas so intuitiv und losgelöst von allen äußeren Stimmen und Argumenten zu tun, fühlt sich für viele von uns heute weit weg an. Wir erinnern uns gar nicht mehr daran, dass es einmal so war und überhaupt möglich für uns ist. Aber das ist es. Wenn ich es mir erlaube und mich von der Meinung anderer löse. Beziehungsweise bedingt es sich gegenseitig: Umso stärker ich meine Intuition wahrnehme und befolge, desto egaler ist mir letztendlich auch die Meinung anderer. Weil ich weiß, was mir wirklich guttut, mir selbst bewusst bin und mir selbst vertraue.

Sicherlich ist der ideale Weg wie bei so vielem, eine Balance zu finden zwischen Intuition und Verstand. Aber auch da: Wer sagt, was ideal ist? Vielleicht sollte ich auch dazu mal meine Intuition befragen. Manchmal habe ich die Sorge, in der Stille nicht meine Intuition zu hören, sondern meine Angst. Wenn ich etwa wahrnehme, dass ich ein Projekt nicht annehmen möchte. Doch auch da darf ich noch lernen: Denn Intuition und Angst sind sogar ziemlich gut voneinander zu unterscheiden. Die Intuition entscheidet immer aus meinem wahren Bedürfnis und tiefsten Wunsch heraus. Sie liefert zwar keine Gründe, denn sie selbst ist der Grund. Wenn ich mir aber Gründe für ihre Antwort, sozusagen ihre Absicht überlegen sollte, dann wäre das immer meine Weiterentwicklung, die größte Chance für Wachstum für mich, die Liebe zu mir selbst. Dorthin leitet sie mich. Die Angst hingegen leitet mich dorthin, wo ich mich verstecken kann, wo ich in meiner Komfortzone bleibe, wo absolute Sicherheit herrscht. Das klingt erstmal besser, ist es langfristig aber auch nur für die Angst selbst.

Es wird immer leichter

Ich fasse zusammen: Um nach meiner Intuition zu leben, darf ich mich darin üben, meine Bedürfnisse überhaupt erst einmal wieder so wahrzunehmen und dann auch zu befolgen wie ich es als Kind tat. Ich habe mich bereits daran erinnert und weiß, dass es möglich für mich ist. Die Herausforderung ist nun, im Alltag bewusst in mich hinein zu hören, am besten bei jeder noch so kleinen Entscheidung, und dann, wenn nötig wider Erwartungen und Konventionen, danach zu handeln. Was ich dadurch erreiche: eine immer stärkere Verbindung zu meiner Intuition, sodass es mir wiederum immer leichter fällt, mich danach zu richten. Wenn ich also das nächste Mal nicht weiß, welches das Thema des Textes wird, dann hör ich dem da drinnen zu und nicht dem da oben oder dem da draußen. Das hier ist schließlich mein Blog und damit meine Spielwiese, auf der Rationalität und die Meinung anderer ohnehin wenig zu sagen haben.

Sag du mir doch mal: Hast du schon mal auf deine Intuition gehört? Und was ist dabei herausgekommen? Das finde ich ja wahnsinnig spannend!